Archiv für die 'Netgear Router Projekt' Kategorie

Erste Erfolge

Am Freitag habe ich noch bis spät in die Nacht hinein so einen seriellen Konverter gebaut, wie ich für mein kleines Netgear Router-Projekt benötigte. Ich hatte mir die Teile bei Reichelt bestellt und dann auf einer Lochrasterplatine zusammengelötet. Ich muss sagen, ich hab schon lange keine solche “Bastellösungen” gebaut, ich glaube ich kann gar nicht mehr so richtig schön löten, jedenfalls sieht es nicht gerade aus wie ein Meisterstück… :)

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Aber immerhin, ich hätte es nicht geglaubt, es funktioniert. Erst habe ich nur wirre Zeichen vom Router im Terminal gesehen, doch dann ist mir aufgefallen, dass ich noch eine kleine Brücke vergessen hatte. Dann kamen da tatsächlich ASCII über das serielle Kabel und ich konnte mit Ctrl-C den Bootvorgang abbrechen.

Bildschirmfoto

Cool, nicht? Hat dieser Router doch tatsächlich eine interne, nicht nach außen geführte serielle Schnittstelle. Ich habe dann mal testweise das Testimage für den Netgear von der OpenWrt-Homepage eingespielt. Das hat geklappt, man kann tatsächlich auf den Router zugreifen. Da man die boot-Zeile in CFE (sozusagen die OpenFirmware des Routers) anpassen kann, könnte man auch einen über tftp transportieren Kernel starten und dann das root-Filesystem über nfs einbinden, dann wird das Flash, also der Speicher auf dem sich das root-Filesystem des Routers befindet, nicht benötigt. Irgendwie habe ich es aber nicht geschafft, automatisch das nfs zu mounten, irgendwie benutzt er immer eine falsche IP-Adresse für den Kernel. Es fehlen da auch noch ein paar Dokus im Internet, muss ich mir mal bei Gelegenheit genauer anschauen. Das Projekt ist leider noch in einer frühen Alpha-Phase für den Netgear. Aber ich glaube, das wird noch richtig cool. Ich habe jedoch noch keine PPPoE-Verbindung mit meinem DSL-Anschluß gestartet bekommen.

Das Rückspielen der Netgear-Software ist nicht ganz einfach, da der tftp-Client des CFE nicht so große Dateien übertragen kann, muss man dies in mehreren Schritten durchführen. Ich habe das mal zu “Übungszwecken” gemacht. Aber diese Vorgehensweise funktioniert und nur so sollte man es versuchen! Zum Testen kommt dann wieder OpenWrt drauf… :)

Interessant ist übrigens auch, dass man mit Hilfe der seriellen Schnittstelle den Bootvorgang der originalen Netgear-Software beobachten kann, und dann bekommt man tatsächlich einen Login-Screen, an dem man sich mit “root” und “password” anmelden kann. Dort kommt dann ein Menü, über das man verschiedenen config-Dateien des Routers analysieren kann. Im Übrigen wird tatsächlich die Firewall des Routers im Originalzustand mit dem OpenSource-Projekt Shorewall realisiert. Die verwendeten OpenSource-Programme von Netgear lassen sich ja auch auf der Homepage runterladen (nach GPL sind sie ja verpflichtet, die Veränderungen an den Sourcen zu veröffentlichen…).

Gesamtprojekt

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The way of no return – Netgear WGT634U

Ja, letztes Jahr habe ich den Fehler gemacht, und mit den Router Netgear WGT634U gekauft. Die technischen Daten auf der Netgear-Seite waren ja so verlockend: 108 MBit “Atheros-Chip” WLAN, USB-Schnittstelle, an der man eine Festplatte betreiben kann – das heißt der Router ist sozusagen zeitgleich Fileserver, auf den man bei Windows-Freigabe (SMB-Protokoll) oder per FTP aus dem Internet zugreifen konnte. Welche interessante Vorstellung. Dummerweise habe ich mich vorher offenbar nicht genug im Internet über das Gerät schlau gemacht. Hätte ich das getan, wäre ich sicher auf dieses Forum aufmerksam geworden. Dann hätte ich sicher auch mitbekommen, dass ich von diesem Gerät lieber hätte die Finger lassen sollen. Und auch heute kann ich nur davor warnen: Finger weg von diesem Router, denn nicht nur, dass die versprochenen Features bei weitem nicht so funktionieren, wie sie noch auf der Netgear-Seite propagiert wurden.

Da ich mir aus Angst vor einer schlechten Bewertung nicht getraut habe, dieses Gerät auf ebay zu verscherbeln, lungerte das Geräte jetzt schon für mehrere Monate in irgend einer Ecke herum.
In regelmäßigen Abständen besuchte ich nun das oben genannte Forum, und da bin ich doch auf das folgende Projekt aufmerksam geworden:

http://openwrt.org

Da das Gerät selbst schon eine (teilweise sogar auf OpenSource basierende) Firmware hat, war es offenbar nur eine Frage der Zeit, bis man eine Art “Mini-Linux-Distribution” bekommt, die man auf den Router installieren kann.
Ich habe eine Version der neuen Firmware gefunden, die man einfach über das Webinterface flashen konnte. Das hat funktioniert, leider geht der Weg zurück nur auf einem etwas komplizierteren Weg.

Dummerweise braucht man zum “einfachen” flashen des Speichers noch ein serielles Kabel mit MAX232-Converter. Das Board des Routers hat sozusagen direkt eine serielle Konsole, die jedoch nicht nach außen geführt ist. Die Bauteile dazu habe ich eigentlich noch von einem früheren Projekt in einer Kiste liegen. Ich benötige nur ein paar Stecker und Kabel, und dann muss mal zusammenlöten… Ich bin mal gespannt. Leider sind die Dokus zu diesem Projekt noch recht “unvollständig” – das ganze sieht doch aber sehr vielversprechend aus. Mal sehen, was da noch kommen wird. Vielleicht wird der Router so zu einem vollwertigen “Mini-Linux-Router”. Es ist wäre schon eine wirklich nette Vorstellung, wenn man sich per ssh auf dem Router einloggen kann, und dann die Firewall direkt per iptables konfiguriert wird… :)

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